
Der Begriff „Ballaststoffe“ wurde im 19. Jahrhundert geprägt. Die Wissenschaftler von damals verstanden darunter alle unverdaulichen Bestandteile unserer Nahrung und gingen davon aus, dass diese vom Verdauungsapparat mit der übrigen Nahrung mitgeschleppt werden müssen, ohne Energie zu liefern – also schlicht Ballast sind. Heute weiß man, dass Ballaststoffe – gerade weil sie unverdaulich sind – diverse erwünschte Wirkungen auf die Gesundheit haben.
Eine bessere Bezeichnung für die Ballaststoffe wäre „Faserstoffe“. So heißen sie übrigens auch in vielen anderen Sprachen, z.B. auf Englisch (fibres – Fasern). Denn alle Arten von Ballaststoffen sind Pflanzenfasern, die den Pflanzen Halt und Form geben. Chemisch gesehen gehören sie zur Stoffgruppe der Kohlenhydrate, sind aber unverdaulich, weil unserem Verdauungssystem die passenden Verdauungsenzyme fehlen. Daher passieren sie den Darm weitgehend unverändert.
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