Funktionelles Training (Teil 2): Wissenschaftliche Grundlagen

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Unser Körper ist evolutionär noch in der Steinzeit und auf Bewegung ausgerichtet. Er  verkümmert, wenn man ihn unterfordert. Die chronisch unterforderte Muskulatur geht in eine Art „Standby-Zustand“ über, sie verhärtet und verkürzt sich. Die aktiven Anteile der Muskulatur werden immer geringer. Natürliche Bewegungsformen verlernen wir zunehmend und unregelmäßige Belastungen führen sofort zur Überbelastung bzw. Verletzung.

„Im Laufe des Lebens verändert sich nicht nur der Alltag, sondern auch der Körper“

Die natürlichste Methode diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist die Aktivierung der passiven Muskelteile durch die Wiederaufnahme von Bewegungsformen, die man im Laufe des Lebens  nicht mehr praktiziert und dadurch  verlernt hat.

Kraftwerk Mensch – eine komplizierte Maschine

Unser Körper ist ein kompliziertes Kraftwerk, in dem ständig mehrere Muskeln  an einer Bewegung beteiligt sind. Genau hier setzt funktionelles Training mit dem Ziel an, uns evolutionär notwendige Lebensweisen wieder näher zu bringen. Wer sich nicht mehr richtig bücken, die Schuhe zubinden, laufen und rennen, über Hindernisse steigen und springen kann, kann das nach dem Prinzip des funktionelles Training wieder erlernen: „Es ist nie zu spät mit dem Training zu beginnen, aber immer zu früh um damit aufzuhören“

Funktionelles Training ist zweckorientiertes Training zur Verbesserung der Bewegungskoordination.  Koordinative Bewegungen sind gleichzeitig oder in geordneter Folge auftretende Muskelaktionen. Je mehr Muskeln an einer Bewegung beteiligt sind umso komplexer sind die Anforderungen an die Bewegungskoordination. So werden keine isolierten Bewegungen durchgeführt, sondern ein freies, dreidimensionales Training, das den Körper in allen elementaren Fähigkeiten (Kraft – Ausdauer – Beweglichkeit – Koordination) fördert und zielgerichtet auf die unterschiedlichsten Bewegungsanforderungen (motorische Fertigkeiten) im Alltag, Beruf und Sport vorbereitet.

Im Unterschied zu herkömmlichen Trainingsmethoden wird nicht einfach die Kraft der einzelnen Muskeln  trainiert, sondern es geht vielmehr um die Verbesserung von Bewegungsqualitäten und die Aktivierung sämtlicher Muskeln und Gelenke, die an einer Bewegung beteiligt sind.  Die optimale Verbindung zwischen Muskeln bzw. Muskelgruppen und Gelenken bestimmt dabei die Leistungsfähigkeit und den korrekten Ablauf einer Bewegung.

Die Funktionalität eines Trainings orientiert sich dabei in erster Linie an dem Stabilitäts- und Mobilitätsmusters des Körpers (siehe Abbildung). Ob eine Region oder ein Gelenk einen Mobilitäts- oder Stabilitätsanspruch hat, richtet sich in erster Linie nach dem vorgegebenen Gelenktyp. Prinzipiell sind stabilisierende Übungen anders zu gestalten, als Übungen, die eine Mobilisation zum Ziel haben.

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