Ernährungsmythen aufgedeckt

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Nahezu täglich werden wir im Internet, im Fernsehen oder zu Hause mit Weisheiten konfrontiert, die uns erklären sollen, wie und was wir essen sollen, um möglichst gesund zu leben. Wir sind ein paar gängigen Ernährungsmythen mal etwas genauer auf den Grund gegangen:

Ein Mensch soll pro Tag 3 Liter Wasser trinken!

Forscher haben herausgefunden, dass 1,5 bis 2 Liter pro Tag im Grunde völlig ausreichend sind. Gesunde Menschen sollten am besten auf ihr Durstgefühl hören wobei Kinder oder ältere Menschen bewusst darauf achten sollten, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Abends essen macht dick!

Diese weit verbreitete Annahme ist so nicht ganz richtig! Viel wichtiger als der Zeitpunkt der Nahrungszunahme ist die Menge. Denn zusätzliche Pfunde sammeln sich immer dann an, wenn der Körper mehr Energie zu sich nimmt als er verbraucht (positive Energiebilanz).

Menschen, die zu unruhigem Schlaf neigen, ist von einem späten Essen abzuraten, da man schlechter schläft wenn der Magen nachts noch verdauen muss.

Spinat ist ein guter Eisenlieferant!

Das ist ein weiteres Vorurteil, was nicht bestätigt ist. Spinat enthält nur etwa 4 Milligramm Eisen pro 100 Gramm – weniger als Schokolade! Das heißt aber nicht, dass Spinat ungesund ist. Schließlich enthält Spinat in hohem Maße Mineralien, Vitamine und Eiweiß. Und damit ihr bei Eisenmangel nicht verzweifeln müsst: Getrocknete Petersilie, Kürbiskerne oder Sojabohnen sind beispielsweise besonders eisenhaltige Lebensmittel.

“Light”-Produkte lassen die Pfunde purzeln!

Nicht zwingend! ‚Light‘-Produkte wie z.B. zahlreiche Milchprodukte oder Kartoffelchips sättigen deutlich schlechter, da das Fett im Produkt durch Wasser ersetzt wird oder durch Aufschäumen voluminöser gemacht wurde. Das Sättigungsgefühl hält so mit Sicherheit nicht so lange an wie bei herkömmlichen Produkten.

5 kleine Mahlzeiten sind gesünder als 3 große!

So pauschal lässt sich das nicht sagen. Hört auf euren Körper und entwickelt ein Gefühl dafür, was ihm gut tut. Fakt ist, dass ihr eure Nahrungsaufnahme bei 5 täglichen Mahlzeiten variabler und abwechslungsreicher zusammenstellen könnt und ihr durch die 2 etwas kleineren Zwischenmahlzeiten Heißhungerattacken vorbeugen könnt.

Kinder sollen nicht während dem Essen trinken!

Besonders Kinder sollten beim Essen trinken, da sie oft zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Wichtig ist zuerst gründlich zu kauen und anschließend zu trinken. Denn wenn das Essen mit dem Getränk „runtergespült“ wird, wird der Speichel verdünnt was die Vorverdauung im Mund erschwert.

Obst – egal in welcher Menge – ist gesund!

Auch wenn Früchte grundsätzlich gesund und reich an Vitaminen sind, kann ein übermäßiger Verzehr unerwünschte Folgen haben. Wer z.B. viele Zitrusfrüchte isst, läuft Gefahr wegen der Säure Bauchschmerzen zu bekommen. Darüber hinaus enthalten Früchte viel Fruchtzucker, der bei einer positiven Energiebilanz auch in Fettreserven umgewandelt wird. Dennoch ist Fruchtzucker gesünder als Industriezucker.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Tag 5 Portionen Obst oder Gemüse zu sich zu nehmen.

Karotten sind gut für die Augen!

Obwohl das Beta-Carotin der Karotten am Sehvorgang beteiligt ist, ist bis heute nicht erwiesen, dass der regelmäßige Verzehr von Karotten das Risiko einer Kurz- oder Weitsichtigkeit reduzieren kann. Fakt ist nur, dass Menschen mit einem Mangel an Beta-Carotin im Dunkeln schlechter sehen können.

Kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Nudeln machen dick!

Stimmt nicht! In Maßen sind Kohlenhydrate kein Dickmacher. Kohlenhydrate machen zwar satt und liefern dem Körper Energie, enthalten aber nur halb so viele Kalorien wie Fett. Daher solltet ihr stark fetthaltige Speisen besser nicht regelmäßig essen.

Zwei Stunden nach dem Sport zu fasten führt zu Gewichtsverlust!

Hierbei handelt es sich auch um einen Mythos: Nach der Belastung durch Sport läuft im Körper die sogenannte Glukoneogenese. Der Körper füllt dabei die leeren Energiedepots wieder auf (mit max. 300 kcal in den ersten zwei Stunden). Und dafür benötigt er Nahrungsenergie. Da der Körper die nötigen Kohlenhydrate am besten in den 2 Stunden nach dem Sport einlagern kann, wird empfohlen gerade in diesen 2 Stunden zu essen. Wenn die Speicher leer bleiben verzögert sich automatisch die Regeneration und der Körper muss auf eigene Reserven zurückgreifen. Und damit sind leider nicht Fette gemeint, sondern Proteine, deren Abbau zu einer Reduzierung der Muskeln führt.

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